Und wann werden die Ziegen gesegnet…?

Und wann werden  die Ziegen gesegnet…?

Und wann werden die Ziegen gesegnet…?

Vorab, bevor man mich daran erinnert: Ja, die aktuelle AfD-Bundes Co-Vorsitzende Alice Weidel lebt in einer lesbischen Beziehung. Weiß ich. Na und? Aber darum geht`s mir gar nicht, denn nicht das, was es gibt, sondern das, was man unbedingt und mit aller (medialer) Gewalt als „normal“ einfordert, ist das, was mich stört!

Klartext:

DW 09.05.2021: „Katholische Priester segnen schwule Paare“ - https://www.dw.com/de/katholische-priester-segnen-schwule-paare/a-57475954 

»Unter dem Motto "Liebe gewinnt" bieten katholische Priester deutschlandweit Segnungsgottesdienste für alle liebenden Paare an - egal ob schwul, lesbisch oder heterosexuell. Katholiken streiten heftig über das Ganze.«

Als Atheist mag ich mich ungern auf Bibeltexte beziehen, verweise aber darauf, dass unsere Gesellschaft (noch) eine Gesellschaft ist, die mehrheitlich und historisch vom „christlichen Weltbild“ geprägt ist. Auf eben jenem Weltbild basiert ein großer Teil unseres Grundgesetzes, das Freiheit, aber auch Familie, in den Fokus stellt und Familie als Grundlage unserer Gesellschaft schützt.

Geht man nun vom christlichen Weltbild aus, das – so sollte man denken – von den christlichen Kirchen gelebt werden sollte, dann könnte man darauf verweisen, dass es die Kirchen, die angeblich christlichen Kirchen waren, die in beiden Weltkriegen und auf allen Seiten der Kriegsgegner, Waffen segneten. Den Abwurf der Atombomben auf Japan ließ der damalige Papst unerwähnt, um sich nicht offen gegen die amerikanische Regierung stellen zu müssen. Noch heute sind es die russisch-orthodoxen Kirchen, die Atom-U-Boote segnen.

Das „Segnen“ ist folglich seit mindestens dem 30jährigen Krieg ein kirchliches Mittel zum Zweck, das mit der eigentlichen Botschaft der Bibel herzlich wenig zu tun hat, dieser sogar vehement widerspricht.

Und wo wir gerade dabei sind, hier für „gute Christen“ ein paar Hilfstexte, um sich im heftigen Zwist der „Pro-Homos“ und „Contra-Homos“ besser orientieren zu können. Hilfstexte, die von den Kirchen in Deutschland sehr gerne „vergessen“ werden, die aber zum christlichen Nachdenken über Gottes Verständnis über Liebe und Familie anregen:

(Römer 1,26.27): „Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften; denn ihre Frauen haben den natürlichen Verkehr vertauscht mit dem widernatürlichen; gleicherweise haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begierde und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den verdienten Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfangen.“

(1. Korinther 6,9.10): „Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht: Weder Unzüchtige noch Götzendiener, weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschänder, weder Diebe noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben“

(3. Mose 18,22): „Du sollst bei keinem Mann liegen, wie man bei einer Frau liegt, denn das ist ein Gräuel.“

(3. Mose 20,13): „Wenn ein Mann bei einem Mann liegt, als würde er bei einer Frau liegen, so haben sie beide einen Gräuel begangen, und sie sollen unbedingt getötet werden; ihr Blut sei auf ihnen!“

Harter Tobak, oder? Getötet? Nun denn – heute soll niemand getötet werden, weil er sich „widernatürlich“ verhält. Dass aber die Bibel Unzucht mit Kindern gleichgeschlechtlichem Verkehr gleichstellt, passt so gar nicht zu den – rein kommerziell bedingten – Wünschen einer Kirche, die sich um immer mehr Kirchaustritte gerade der jungen Generation zu kümmern hat.

Da passt es ins Kalkül der noch immer steinreichen Kirchen, mainstreamgerecht gegen eine AfD zu hetzen, sich einer pubertären Jugendgruppe anzubiedern, die irgendwann gefälligst selbst Kirchensteuern zahlen soll – und alle einst christlichen Grundsätze auf den Scheiterhaufen der Moral zu werfen, auf dem einst schon viele Frauen ihr armseliges und nicht gesegnetes Leben lassen mussten…

Dass dieser Text mit „Wann werden die Ziegen gesegnet?“ beginnt, ist zwar provokativ zu verstehen, soll aber durchaus auch an jene einsamen Hirten auf der Alm gerichtet sein, deren einzige körperliche Nähe in kalten Nächten im Kuscheln mit den zu behütenden Tieren zu sehen ist. Hätte jene imaginären Hirten eine weltumspannende Lobby, wäre doch die Frage an die Kirchen, wann es mit der Segnung derartiger „Beziehungen“ losgeht, angebracht, oder…?

Dass Frau Weidel in einer lesbischen Beziehung lebt, ist legitim. Dass ich, der ich in einer – und zwar seit 44 Jahren – Mann/Frau-Beziehung lebe, ist ebenfalls (noch) legitim. Wenn aber, getrieben von grünen Eiferern, nicht Toleranz, sondern Akzeptanz gefordert wird, endet meine Toleranz an eben dieser Stelle. Ich will nicht „tolerant sein müssen“, weil ich es schon bin. Und für mich bleibt es unmoralisch, meine Moral einem linken und grünen Weltbild anpassen zu müssen.

Basta!

Nachsatz: Noch etwas zu den Grünen und „Öffentlich-Rechtlichen“ Medien:

Kaum ein Fernsehfilm, Spielfilm, eine Doku oder eine Serie, in der nicht das schwule und/oder lesbische Thema thematisiert wird. Es scheint gar nicht mehr ohne zu gehen, scheint, als MÜSSE es diese gleichgeschlechtliche Beziehung als „Normalität“ zwingend geben. So wird es durch ARD. ZDF, 3SAT, ARTE und Co. geradezu als Dogma vermarktet. Und das mit meinen, mit unseren Zwangsgebühren, mit denen ich, mit denen wir alle, ein Weltbild propagieren, das nicht das meine/das unsere ist.

Und die Grünen?

Haben sich von den Kirchen den Scheiterhaufen abgeguckt, denn mit der Attacke auf den Tübinger OB Boris Palmer zeigt sich einmal mehr, dass Andersdenkende im sozialistischen Einheitskakao der neuen Linken schnell medial verbrannt werden müssen. Armer Boris. Schade, dass er nicht den Mut finden wird, sich einer einzigen Alternative in Deutschland anzuschließen…

Bleibt abschließend, dass nun die Kirchen an der Reihe sind, jene zu segnen, die wieder Meinungsscheiterhaufen anzünden. Toleranz scheint eben doch eine Eigenschaft zu sein, die in turbulenten Zeiten nur all denen vorbehalten ist, die sich nicht vorm Feuer fürchten.

Klaus-D. Heid

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