AfD trifft Fridays for Future – Ein Gesprächsrückblick

AfD Kreisverband Wolfenbüttel

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alexander
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AfD trifft Fridays for Future – Ein Gesprächsrückblick

Beitrag von alexander » 11.02.20

Fridays for Future (FFF) behauptete, daß die AfD den Klimawandel bezweifele und sie dem Kontext von Klimawandelleugnern folgen würde. Gegen diese Unterstellung wehrt sich die AfD entschieden. Tatsache ist, daß die AfD-WF den Vertretern von FFF selbst erklärt hat, dass die Klimawirksamkeit von CO2 als erwiesen gilt. Im Gespräch wurde von der AfD nach den Angaben des IPCC die alleinige Klimasensitivität von CO2 mit 1,2° Celsius bei Verdopplung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre selbst genannt. Das heißt, wenn jetzt sofort alle fossilen Energieträger auf einmal verbrannt werden würden, würde sich das atmosphärische CO2-Gehalt gerade mal verdoppeln und der darauf zurückzuführende Temperaturanstieg würde allein vom CO2 nicht mehr als 1,2° Celsius betragen. Die Kernfrage der Klimaforschung besteht in der Untersuchung der Verstärkungsfaktoren, die den durch CO2 ausgelösten Temperaturanstieg, erhöhen.

FFF behauptete, die AfD hätte vermeintlich wissenschaftliche Aussagen verwendet. Auch diese Behauptung ist falsch. Tatsächlich wiesen die Vertreter der AfD-WF im Gespräch auf neue Erkenntnisse hin, die aus wissenschaftlichen Publikationen stammen, die vor der Veröffentlichung im üblichen Verfahren von anderen Wissenschaftlern überprüft wurden. Weiterhin wurden neue Daten aus wissenschaftlichen Vorträgen von renommierten Universitätsprofessoren verwendet. Wesentlich ist, daß Wasserdampf, der in der Atmosphäre 10 Mal häufiger vorkommt als das CO2 und als viel wichtigeres Klimagas den Effekt von CO2 verstärken soll: Bei der von CO2 ausgelösten Temperaturerhöhung verdunstet mehr Wasser. So steigt der Wasserdampfgehalt in der Atmosphäre und somit der Treibhauseffekt. Wie groß der Faktor der Wasserdampfverstärkung ist, ist immer noch Teil der aktuellen Forschung. Das IPCC geht zur Zeit noch von einer kombinierten Klimasensitivität (Wasserdampf + CO2) von 3,2°C aus. Wie eine Vertreterin von FFF im Gespräch selbst zuvor sagte, ist der Wasserdampfgehalt in der Atmosphäre jedoch gesunken. Die AfD-Vertreter griffen diese Tatsache auf und belegten sie mit Messdaten von Wetterballons der letzten Jahrzehnte, die diesen Trend bestätigten und einen 10%gen Rückgang des Wasserdampfgehalts in der Atmosphäre zeigten. Damit fehlte die ausreichende Wasserdampfverstärkung im Klimamodell, ja sie wäre sogar negativ. Somit würde die Vorgabe des IPCC erfüllt, die vom CO2 allein ausgelöste Temperaturerhöhung auf 1,5° zu begrenzen, weil andere Klimagase in wirksamen Konzentrationen fehlen. Weitere Ursachen für die beobachtete Temperaturerhöhung müssten noch gefunden werden, da die alleinige Klimasensitivität von CO2 aufgrund physikalischer Gesetze nicht höher als 1,2°C bei Verdopplung des CO2-Gehalts der Atmosphäre sein kann, so wie es im IPCC-Bericht steht.

FFF sagte, daß es im Gespräch wesentlich um den Einfluss der Menschheit auf das Klima und die Relevanz von CO2 auf den Klimawandel ginge. Sie beriefen sich dazu auf den überwältigenden Teil, nämlich 97% der Wissenschaftler und werteten anderweitige Erkenntnisse als „Klimaleugnung“. Wie oben bereits belegt wurde, leugnet die AfD nicht den Klimawandel. Die AfD-WF ist sich jedoch der Tragweite von Veränderungen bewusst und den darauf basierenden Entscheidungen. Alle Fakten sollten daher regelmäßig überprüft und neu bewertet werden. Daher verfolgt die AfD die aktuelle Klimaforschung ständig, um Entscheidungen, die dem Steuerzahler hunderte Milliarden Euro kosten, regelmäßig neu zu überprüfen. In der Diskussion konnten die FFF nicht nachvollziehen, dass Wissenschaft kein demokratischer Prozess sei, weil die Realität nicht mehrheitsfähig ist. Ein verifiziertes Experiment kann eine Theorie zu Fall bringen. Normalerweise sind Wissenschaftler, denen dies gelingt, hochangesehen, da sie die wissenschaftliche Erkenntnis weiter voranbringen. Bei der Klimaforschung ist das aktuell anders. FFF zeigte hingegen nur oberflächliches Interesse und hatte wenig Kenntnisse über die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels. Für die AfD-WF ist das jedoch die Grundlage für ihre politischen Entscheidungen.


FFF behauptete, daß die AfD meinte, die Sonne allein wäre für den Temperaturanstieg verantwortlich. Das ist so nicht richtig. In der Erdgeschichte ist Klimawandel ein ständiger Prozeß, und es gibt keine Stabilität, wie historische Klimadaten belegen. So war es in der Zeit des römischen Reiches deutlich wärmer als heute, obwohl der CO2-Gehalt der Atmosphäre niedriger war als heute und die Weltbevölkerung mit rund 300 Millionen Menschen im Vergleich zu heute mit 7,8 Milliarden Menschen verschwindend klein war. An den Ursachen forscht die Wissenschaft ständig, und sie ist dabei, die Klimageschichte der Erde so genau wie möglich zu analysieren. Aus den Eisbohrkernen der Antarktis wissen wir heute, daß bei einem Temperaturanstieg, die CO2-Konzentration um 800 Jahre verzögert anstieg und bei einem Temperaturabfall die CO2-Konzentration mit der gleichen Zeit verzögert sank. Der CO2-Gehalt der Atmosphäre wird also von der Temperatur gesteuert und nicht umgekehrt (Stichwort CO2-Löslichkeit im Ozean). FFF war dies nicht bekannt und ebensowenig, daß die Sonne etwa alle 11 Jahre einen Zyklus durchläuft. Dabei ändert sie ihre Strahlungsintensität. Ihre Zyklen laufen unterschiedlich stark ab, die zusätzlich einen Einfluß auf die kosmische Strahlung haben. Daten von einer Veröffentlichung des CLOUD-Experiments am CERN, das den Einfluß der kosmischen Strahlung auf die Wolkenbildung untersucht, zeigen Zusammenhänge bei der Wolkenbildung und der kosmischen Strahlung. Ist die Sonne sehr aktiv, schwächt der Sonnenwind die kosmische Strahlung aus dem Weltall — dann gibt es weniger Wolken. Ist die Sonne wenig aktiv, nimmt die kosmische Strahlung zu — die Wolkenbildung zu. Bei mehr Bewölkung kühlt die Erde leicht ab, bei weniger Wolken wird sie wärmer. Das ist jedoch nur ein Mechanismus von vielen. Ein komplexes Klimageschehen nur auf die Ursache der CO2-Konzentration zu begrenzen, ist eine zu starke Vereinfachung. Offensichtlich haben da die Vertreter von FFF nicht genau zugehört bzw. es nicht verstanden.

FFF behauptete, dass beim Thema Klimaschutz und dem Erhalt einer lebenswerten Zukunft mit der AfD nicht zu rechnen sei. Dieser Behauptung widersprechen wir entschieden. Natürlich ist der Erhalt der Umwelt und eine lebenswerte Zukunft für die AfD von allergrößter Bedeutung. Tatsächlich stimmt die AfD den FFF hier sogar zu, nur unterschieden sich die Lösungswege. Während die Vertreter von FFF nur auf erneuerbare Energien setzen, legten die Vertreter der AfD-WF nahe, dass unser jährlicher Primärenergiebedarf von rund 13.000 Penta-Joule (PJ) — das entspricht etwa 330 Milliarden Liter Heizöl — nur zu 14% aus erneuerbaren Energien stammt, die allerdings mit jährlich 23 Milliarden Euro subventioniert werden müssen (EEG-Umlage). Nur 4% von dieser Primärenergie fällt dabei auf Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft, die zusammen mit 17 von den 23 Milliarden Euro jährlich subventioniert werden. Rund 80% sind immer noch fossile Energieträger, die ersetzt werden müssten. Diesen Anteil mit erneuerbaren Energien aus Photovoltaik, Wind-, und Wasserkraft zu ersetzen, würde Subventionen von rund 400 Milliarden Euro jährlich benötigen — unfinanzierbar, wenn die Industrie in Deutschland erhalten bleiben soll. Bisher fehlen Technologien, die die Energie aus Wind, Wasser und Photovoltaik für die kalten und dunklen Wintermonate in ausreichender Menge sicher speichern bzw. ersetzen können und sind auch nicht in Sicht. Die Vertreter von FFF waren der Ansicht, dass sie mit Verzicht und mit umweltbewußtem Verhalten sowie mit den erneuerbaren Energien das Problem alleine lösen könnten. Die Vertreter der AfD-WF wiesen jedoch auf die enorm große Energiemenge hin und dass die erneuerbaren Energien ohne gewaltige Speicher, die es bisher nicht gibt und für die zeitnah keine geeignete Technik zu erwarten ist, nicht grundlastfähig sind und keine Regelenergie bereitstellen. Den Vertretern von FFF wurde vorgerechnet, dass bei aktueller Lithiumbatteriespeichertechnologie (Pro Kopf gibt es nur 2 kg Lithium.) der Strompreis für einen durchschnittlichen Haushalt mit 4-monatiger Stromspeicherung rund 13 € pro kWh kosten würde oder 45.000€ im Jahr. Dabei ist die Heizenergie noch nicht eingerechnet. Die AfD-WF machte die Vertreter von FFF darauf aufmerksam, dass die exponentiell schnell wachsende Weltbevölkerung gegen die endlichen fossilen Energieträger das aktuell größte Problem der Menschheit sei und hierfür moderne, sichere und saubere Technologien notwendig wären, um die moderne Lebensqualität zu erhalten bzw. zu steigern. Die Vertreter von FFF zeigten sich geschockt, als die AfD-WF vorschlug, moderne Flüssigsalz-Kernreaktoren (Dual Fluid) einzusetzen, die weder durchbrennen können, noch explodieren können, sondern inhärent sicher sind. Diese Technologie stünde eher zur Verfügung als die künftige Kernfusion, die mit dem baldigen Ende der fossilen Energieträger noch nicht verfügbar sein würde. Dual Fluid-Reaktoren können den alten Atommüll, der sonst 1 Million Jahre gelagert werden müsste, nutzen, um Deutschland 2000 Jahre mit Strom zu versorgen und um diesen dabei in besser handhabbaren Atommüll umzuwandeln, der nur noch 100–300 Jahre gelagert werden müsste. Überrascht frug ein Vertreter von FFF, warum das nicht umgesetzt würde, worauf ihm erklärt werden musste, dass dies zurzeit und auf Sicht nicht der politische Wille sei. Die Stromkosten würden dabei auf wenige Cent pro kWh fallen. Ab 15–20 Jahren könnten dann alle fossilen Energieträger damit ersetzt werden mit weniger als der Hälfte der Mittel, die das Erneuerbare-Energien-Gesetz kosten wird. Umwelt, Wirtschaft und Wohlstand wären damit zusammengeführt in einer hochmodernen Gesellschaft mit günstiger Energie. Mit der AfD ist damit sehr wohl für eine moderne, sichere und ökologisch orientierte Zukunft zu rechnen, die bezahlbar und realistisch in naher Zukunft umsetzbar ist.

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