Die Zukunft Deutschlands?

AfD Kreisverband Wolfenbüttel

Moderatoren: Moderator, Moderator1

Jennermann
Beiträge: 1177
Registriert: 12.06.16

Re: Die Zukunft Deutschlands?

Beitrag von Jennermann » 25.09.20


neki hat geschrieben:
24.08.20

"Islamisierung" sei ein "völlig inhaltsloser Begriff", den es in der islamischen Terminologie nicht gebe. Nein, dort heißt er Djihad oder Dār al-Harb. Der Islam ist eine Missionsreligion, deren Ziel eine islamische Welt ist. Die Ausbreitung des Islams kann man als Erweiterung des Dār-al-ahd bezeichnen oder als Islamisierung. Dieser Terminus ist sehr einfach mit Inhalt zu füllen, und ebenso leicht ist eine Islamisierung mess- und nachweisbar. Es genügt, ein Gebiet und einen Zeitraum festzulegen – sagen wir Deutschland und 60 Jahre, denn damit gelangen wir ins Jahr des Herrn 1960, also eines vor dem Anwerbeabkommen, in dessen Folge die Gastarbeiter Deutschland wieder aufbauten – und dann zu vergleichen: Wie viele Moslems lebten 1960 in Deutschland? Wie viele Moscheen gab es 1960? In welchen Städten rief der Muezzin zum Gebet? Wie viele Frauen trugen das Kopftuch? Wie viele religiös motivierte Anschläge gab es damals? Wie viele Stunden Islamunterricht wurden an deutschen Schulen erteilt?

Und dann vergleichen wir es mit der Gegenwart. Heute leben ungefähr sechs Millionen Muslime in Deutschland. Aber dabei wird es nicht bleiben:

Bild

Dafür bedarf es nicht einmal der Migration. In vielen Schulen und Kindergärten gibt es mehr Moslems als Kartoffeln. Wenn ich zwei Hände voll Salz in die Suppe werfe, lässt sich diskutieren, ob ich sie versalzen habe, aber nicht, ob sie salziger geworden ist. Köln ist nach dem Selbstbild des Eff-Zeh inzwischen die Moscheestadt:

Bild

In vielen Kommunen ruft heute der Muezzin, und bei den männlichen Berliner Neugeborenen gibt es einen nämlichen Trend:


Bild

Kurzum: Geht alles seinen Gang, Bruder. Brauchst dich nicht länger verstellen


https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

braves Bürgerlein
Beiträge: 1420
Registriert: 15.11.16

Re: Die Zukunft Deutschlands?

Beitrag von braves Bürgerlein » 23.09.20

Bild
Deutschland verändert sich durch die aktuelle Zuwanderungen noch viel schneller, als der frühere SPD-Politiker Thilo Sarrazin in seinem Bestseller „Deutschland schafft sich ab“ prognostiziert hat.

„Statt der von mir geschätzten Zuwanderung von 100.000 im Jahr haben wir in den letzten zehn Jahren eine Zuwanderung von im Jahr 400.000 gehabt. Und dieser Trend geht weiter“
,

erklärt Sarrazin im Gespräch mit dem Meinungsmagazin Tichys Einblick. „Auch die Geburtenarmut der Deutschen selber geht weiter, auch die Bildungsabhängigkeit der Geburten im Sinne von: je mehr Kinder, desto niedriger die eigene Bildung. All das entwickelt sich in die von mir prognostizierte Richtung, nur weitaus schneller.“

Die These, dass Zuwanderung historisch immer gut war, hält Sarrazin für historisch gesehen abwegig. „In weit über 95 Prozent aller Fälle von Migration waren Wanderungsbewegungen für die autochthone oder indigene Bevölkerung schädlich. Genutzt hat Einwanderung meist nur den Einwanderern. Einwanderung war zudem immer extrem blutig, war verbunden mit Tod und Verderben, mit Vergewaltigung, mit dem Untergang ganzer Völker und Stämme.“

Sarrazin macht die fehlende Integrationsbereitschaft der heutigen Migranten aus Nordafrika und arabischen und muslimischen Gesellschaften auch an der Kriminalität fest. „Es ist leider so, dass beispielsweise in Berlin 45 Prozent aller Gewalttaten von Ausländern begangen werden. Das ist ein Fakt, wobei diejenigen, die eine Doppelstaatsbürgerschaft haben, schon nicht mehr als Ausländer mitgerechnet werden“, so Sarrazin. „Wenn man die mit einberechnet, schätze ich, dass in Berlin 60 Prozent aller Gewalttaten von Migranten begangen werden.“

https://www.tichyseinblick.de/daili-es- ... -erwartet/

Ein Land, das seine Grenzen für jedermann offenlässt, existiert nach wenigen Jahren nicht mehr. Oder nur noch als ausgeplündertes Siedlungsgebiet der nicht Weitergezogenen.
www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/it ... -juni-2018




Bild
https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

braves Bürgerlein
Beiträge: 1420
Registriert: 15.11.16

Re: Halbstaatlicher Bauplan für eine DDR light

Beitrag von braves Bürgerlein » 22.09.20



MEINUNGSFREIHEIT
Halbstaatlicher Bauplan für eine DDR light
Amadeu-Antonio-Stiftung fordert "Infektionsschutz" vor falschen Meinungen

https://www.reitschuster.de/post/halbst ... ddr-light/
Wer eine andere Meinung hat, ist krank: So ein Denken ist ein Grundzug totalitärer Systeme. Die Sowjetunion und die DDR waren berüchtigt dafür, dass sie Andersdenkende für psychisch krank erklärten und oft in die Psychiatrie wegsteckten. Leider hat dieses Denken überlebt. Und ist im heutigen Deutschland wieder erschreckend lebendig. Besonders unheimlich wird es, wenn solches Denken von einer Institution kommt, die von einem ehemaligen Stasi-Spitzel geführt wird. Und die so stark vom Staat gefördert wird, dass man sie zugespitzt als “halbstaatlich” bezeichnen könnte: in diesem Fall die “Amadeu Antonio Stiftung” von Anetta Kahane. Die hat im September ein neues Strategiepapier herausgegeben, das sich liest wie ein Bauplan für eine DDR light. Ihr Titel: “Deradikalisierung bedeutet Infektionsschutz”. Weiter heißt es da: “Maßnahmen zur Eindämmung verschwörungsideologischer Radikalisierung im Zuge der Corona-Pandemie”. “Radikalisierung” ist für die Stiftung schon Kritik an den Maßnahmen der Regierung. Und diese wird mit der Überschrift als “Infektion” hingestellt. Man kann sich also “infizieren” mit einer regierungskritischen Meinung.


braves Bürgerlein
Beiträge: 1420
Registriert: 15.11.16

Altmaiers neues Konzept entsorgt die Soziale Marktwirtschaft

Beitrag von braves Bürgerlein » 16.09.20

Bild

Peter Altmaiers neues Konzept entsorgt die Soziale Marktwirtschaft
https://www.tichyseinblick.de/wirtschaf ... irtschaft/
Was der Bundeswirtschaftsminister eine "Allianz von Gesellschaft, Wirtschaft und Staat für Klimaneutralität und Wohlstand" nennt, ist der Abschied von der Sozialen Marktwirtschaft. Er steht damit nicht in Ludwig Erhards Tradition, sondern in der von Günter Mittag, dem Oberwirtschaftsplaner der späten DDR.

In der linguistischen Fehlleistung unter dem dem Titel „KLIMA SCHÜTZEN & WIRTSCHAFT STÄRKEN. Vorschlag für eine Allianz von Gesellschaft, Wirtschaft und Staat für Klimaneutralität und Wohlstand“ leuchtet die Wahrheit auf, denn so wenig das Klima „neutral“ sein kann, so wenig fördert das Konzept den Wohlstand, zumindest nicht den des deutschen Volkes.

Zur Begründung für die große Transformation, für die „enorme Kosten“ entstehen, malt der Bundeswirtschaftsminister mit billigen Farben den Schrecken einer „globalen ökologischen Katastrophe“, die er vom „fortschreitenden Klimawandel“ verursacht sieht, an die Wand. Dabei bedient er sich des Rezepts der Ablassprediger: Wenn rationale Argumente fehlen, hilft es, den Bürgerm Angst ums „Seelenheil“ oder ums Überleben einzujagen.

Jeder historische Laie jedoch weiß, dass am Klima einzig der Wandel konstant ist. Selbst jedem naturwissenschaftlichen Laien dürfte bekannt sein, dass das Klima ein hochkomplexes Gebilde ist, das nicht monokausal erfasst und gedeutet werden kann. Es mag sein, dass der Bundeswirtschaftsminister so hart und soviel in seinem Ministerium arbeitet, dass er nie die Sonne sieht, was sehr schade ist, denn auch die Sonne, um nur ein Beispiel zu nennen, hat Einfluss auf das Klima, nicht nur die CO2-Emission. Wo ist Altmaiers Plan zur Einschränkung der Sonnenaktivitäten, zur Sonnenneutralität? Philosophisch ist es ohnehin indiskutabel, komplexe Sachverhalte monokausal erklären zu wollen.


Jennermann
Beiträge: 1177
Registriert: 12.06.16

Re: Die Zukunft Deutschlands?

Beitrag von Jennermann » 15.09.20

Bild
Abb.: WerteUnion Niederrhein@KonKreisKrefeld

neki
Beiträge: 1354
Registriert: 20.05.16

Zum heulen! Regierung vermasselt Sirenen-Test

Beitrag von neki » 12.09.20


Zum heulen! Regierung vermasselt Sirenen-Test

TOTALER WARNSINN!
Wer den Sirenen-Test verbockt hat

Donnerstag war „bundesweiter Warntag“. Über Sirenen, Radio, Fernsehen und Handy-Apps sollten alle Bundesbürger gleichzeitig Alarmmeldungen erhalten. Ein Test. Er ist gründlich schief gegangen.
https://m.bild.de/bild-plus/politik/inl ... t-72848544

... wir können nicht mal Sirene oder Warnapp.
ABER: Wir können Flüchtlinge! Und: Wir haben Platz!
Wir haben sogar Parkplatz für Flüchtlinge ...



braves Bürgerlein
Beiträge: 1420
Registriert: 15.11.16

Aufstehen – allerdings anders als gedacht

Beitrag von braves Bürgerlein » 01.09.20

Bild
Frieda@Friedaimperia

QUERDENKER-PROTESTE
Aufstehen – allerdings anders als gedacht

https://www.tichyseinblick.de/meinungen ... s-gedacht/
Die Corona-Politik offenbart einen vormundschaftlichen Anspruch von Regierung und Medien, gegen den sich nicht erst seit der Pandemie ziviler Ungehorsam formiert. Dieser soll nun mit allen Mitteln im Keim erstickt werden.

Nun stehen immer mehr Bürger gegen die Bundesregierung auf und demonstrieren in Berlin und anderen Städten nicht nur gegen deren Corona-Politik, sondern gegen ihre Versuch, sie im Zusammenspiel mit den herrschenden Medien in einer Weise zu uniformieren und zu indoktrinieren, wie man es sonst nur aus autoritären Regimen kennt. Wer sich nicht den politisch-ideologischen Diktaten der Weltoffenheit, der Diversität, des Transnationalismus, des Gender-Mainstreaming, der grenzenlosen Zuwanderung, der Energiewende und neuerdings des Gesundheitsschutzes unterwirft, sich ihnen gar offen widersetzt, läuft Gefahr, als Rassist, Klimaleugner oder neuerdings Corona-Leugner gesellschaftlich ausgegrenzt und geächtet zu werden. Selten wurden in der Geschichte der Bundesrepublik ex-cathedra bestimmte Bevölkerungsgruppen so von den etablierten Parteien und Medien öffentlich verunglimpft. Allenfalls ältere Semester der Studentenbewegung dürften sich an die späten 1960er Jahre erinnern, in denen ihre Proteste mit ähnlichem öffentlichen Furor der damals Herrschenden traktiert worden sind.

So formiert sich in der Bundesrepublik allmählich eine neue Protestbewegung, die sich gegen den vormundschaftlichen Anspruch der etablierten Parteien und Medien richtet. Sie umfasst unterschiedlichste, teils sogar gegensätzliche gesellschaftliche und politische Gruppierungen, die vor allem ein Merkmal eint: ihre Ablehnung der von den etablierten Parteien und Medien vorgegebenen Weltsicht und ihr Ärger über die Arroganz, mit der ihnen täglich mitgeteilt wird, wie dumm, hinterwäldlerisch und vor allem zersetzend sie seien.


braves Bürgerlein
Beiträge: 1420
Registriert: 15.11.16

Re: Die Zukunft Deutschlands?

Beitrag von braves Bürgerlein » 25.08.20

Bild

Bild

Passend dazu:

Das Schweigen der Belämmerten zu „Umvolker“ Mounk in den Tagesthemen
https://vera-lengsfeld.de/2018/03/02/da ... gesthemen/



Der Erfolg unserer Gesellschaft besteht darin, dass sie über das Betriebsverfassungsgesetz und die Mitbestimmung der Arbeitnehmer, durch die Pluralität der Medien und die Diskussionskultur der Parteien, auch durch die Binnenpluralität der Verlage, durch eine Familienpolitik, die Ehe und Familie privilegierte, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu befördern vermochte.

Doch der Versuch der sich als Elite fühlenden Politiker, Medien- und Kulturschaffenden, die große Transformation durchzusetzen, die der Politikwissenschaftler Yasha Mounk mit den Worten beschrieb, dass in einem „historisch einzigartigen Experiment.... eine monoethnische, monokulturelle Demokratie in eine multiethnische“ per ordre de mufti umgestaltet wird, schafft keine neue Gesellschaft, sondern zerstört nur unsere, indem sie die Sehnen der Gesellschaft durchschneidet.

„Mit der Entstehung von rechtsfreien Räumen (...) verliert die Staatsgewalt an Legitimität“


Um zu begreifen, was eine Gesellschaft zusammenhält, hilft es, sich zu vergegenwärtigen, was man unter Staat als Organisationsform der Gesellschaft versteht. Nach dem Staatsrechtler Georg Jellinek wird der Staat gebildet von einem Staatsvolk, das auf einem Staatsgebiet lebt und sich einer Staatsgewalt unterstellt. Man könnte auch sagen, dass ein Staat über ein durch Grenzen gesichertes Territorium verfügt, denn ohne Grenzen wird er seine hoheitlichen Aufgaben, die im Begriff der Staatsgewalt zusammengefasst sind, nicht erfüllen, denn ein Staat ist nur dann Staat, wenn er erstens souverän darüber entscheiden kann, wer die Grenzen des Staates passieren darf, und zweitens Recht und Gesetz in uneingeschränktem Maße innerhalb der Grenzen durchzusetzen Willens und in der Lage ist. Allein mit dem Verzicht auf den Schutz der Grenzen und der souveränen Entscheidung darüber, wer Zutritt zum Staatsgebiet hat und wer nicht, wie es seit 2015 als Doktrin der Merkel-Regierung umgesetzt wird, werden bereits die Elemente des Staatsgebietes und der Staatsgewalt so weit ausgehöhlt, dass sie schwerlich noch aufrechterhalten werden können. Mit der Entstehung von rechtsfreien Räumen und mit der Etablierung von zweierlei Recht, mit der Akzeptanz beispielsweise von Friedensrichtern, die sich auf die Scharia berufen, verliert die Staatsgewalt an Legitimität.
https://www.die-tagespost.de/gesellscha ... 310,211005

neki
Beiträge: 1354
Registriert: 20.05.16

Re: Die Zukunft Deutschlands?

Beitrag von neki » 24.08.20

neki hat geschrieben:
06.09.18

Und nein, eine Islamisierung findet nicht statt:




"Islamisierung" sei ein "völlig inhaltsloser Begriff", den es in der islamischen Terminologie nicht gebe. Nein, dort heißt er Djihad oder Dār al-Harb. Der Islam ist eine Missionsreligion, deren Ziel eine islamische Welt ist. Die Ausbreitung des Islams kann man als Erweiterung des Dār-al-ahd bezeichnen oder als Islamisierung. Dieser Terminus ist sehr einfach mit Inhalt zu füllen, und ebenso leicht ist eine Islamisierung mess- und nachweisbar. Es genügt, ein Gebiet und einen Zeitraum festzulegen – sagen wir Deutschland und 60 Jahre, denn damit gelangen wir ins Jahr des Herrn 1960, also eines vor dem Anwerbeabkommen, in dessen Folge die Gastarbeiter Deutschland wieder aufbauten – und dann zu vergleichen: Wie viele Moslems lebten 1960 in Deutschland? Wie viele Moscheen gab es 1960? In welchen Städten rief der Muezzin zum Gebet? Wie viele Frauen trugen das Kopftuch? Wie viele religiös motivierte Anschläge gab es damals? Wie viele Stunden Islamunterricht wurden an deutschen Schulen erteilt?

Und dann vergleichen wir es mit der Gegenwart. Heute leben ungefähr sechs Millionen Muslime in Deutschland. Aber dabei wird es nicht bleiben:

Bild

Dafür bedarf es nicht einmal der Migration. In vielen Schulen und Kindergärten gibt es mehr Moslems als Kartoffeln. Wenn ich zwei Hände voll Salz in die Suppe werfe, lässt sich diskutieren, ob ich sie versalzen habe, aber nicht, ob sie salziger geworden ist. Köln ist nach dem Selbstbild des Eff-Zeh inzwischen die Moscheestadt:

Bild

In vielen Kommunen ruft heute der Muezzin, und bei den männlichen Berliner Neugeborenen gibt es einen nämlichen Trend:


Bild

Kurzum: Geht alles seinen Gang, Bruder. Brauchst dich nicht länger verstellen


https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

braves Bürgerlein
Beiträge: 1420
Registriert: 15.11.16

Re: Die Zukunft Deutschlands?

Beitrag von braves Bürgerlein » 23.08.20

Bild
Klausamtresen@klausamtresen

Unglaublich aber wahr: Es gibt keine schriftliche Dokumentation zum Beschluss der bayrischen Corona-Maßnahmen. Die Regierung dort hat "nahezu alle Grundrechte ihrer Bürger aufgehoben, ohne den Abwägungsprozess in einer Behördenakte zu dokumentieren".
Paul Schreyer

1. Es gibt unseres Erachtens – soweit ersichtlich im Einklang mit sämtlichen Vertreter/innen der Rechtslehre – für die unspezifischen, gegen sogenannte Nichtstörer gerichtete Maßnahmen wie die hier beanstandete Maskenpflicht und dem Abstandsgebot bereits keine verfassungsgemäße Rechtsgrundlage. Wesentliches muss das Parlament selbst regeln und kann derartige Entscheidungen – schon gar nicht für mehrere Monate – nicht der Exekutive überlassen. Warum der gewählte Gesetzgeber unter dem Eindruck dessen, dass es aus der Rechtslehre von Beginn an tiefgreifende Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der Rechtsgrundlage der Verordnungen gab und auch die Rechtsprechung in inzwischen zahlreichen Entscheidungen deutlich zum Ausdruck brachte, dass wenigstens Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit bestehen und dies in den Hauptsacheverfahren zu klären sei [3], nicht inzwischen Regelungen in Form von förmlichen Gesetzen getroffen hat, ist nicht nachvollziehbar. Die Vermutung, dass der Hintergrund möglicherweise darin zu sehen ist, dass man seitens der politischen Verantwortlichen nach wie vor den Anschein erwecken möchte, die bisherigen Maßnahmen beruhten auf einer verfassungsmäßigen Rechtsgrundlage, sodass keine Nachbesserung notwendig ist, habe ich bereits am 10. April 2020 geäußert. [4]

2. Das Abstandsgebot verstößt unseres Erachtens gegen den Bestimmtheitsgrundsatz. Für die Bürger/innen muss klar erkennbar sein, was erlaubt und was verboten ist. Das ist hier evident nicht der Fall. Wann die Einhaltung des Mindestabstands nicht möglich oder nicht zumutbar ist, ist anhand objektiver Kriterien nicht bestimmbar. Rechtstatsächlich wird das Abstandsgebot ersichtlich nur im Rahmen organisierter und institutionalisierter Zusammenkünfte beachtet – und stellt die Betreiber/innen von Restaurants, Cafés, Läden, Kinos, Theater usw. vor beträchtliche Probleme, während zu beobachten ist, dass die Menschen im Alltag das Gebot, 1,5 m Abstand zu halten, nach hiesiger Wahrnehmung, überwiegend nicht beachten.

3. Die beanstandeten Maßnahmen sind zudem unserer Auffassung nach unverhältnismäßig. Zu Beginn war die Verhinderung der Überlastung des Gesundheitssystems als primäres Ziel der Corona-Bekämpfungsmaßnahmen ausgegeben worden. Inzwischen wird ausweislich des ablehnenden Beschlusses im ersten Verfahren meines Mandanten die „Infektionsvermeidung in der Bevölkerung“ als neuer Zweck ausgegeben. Wie im letzten Update dargelegt, besteht und bestand zu keinem Zeitpunkt die Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems – ganz offensichtlich besteht diese jedenfalls zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht.

Rechtsanwältin Jessica Hamed
https://multipolar-magazin.de/artikel/c ... or-gericht

Antworten