Journaille

AfD Kreisverband Wolfenbüttel

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Jennermann
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Re: Journaille

Beitrag von Jennermann » 05.01.19

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Also ich bin, so wie die meisten die ich kenne, für Variante A
:D :D :D

Jennermann
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Re: Journaille

Beitrag von Jennermann » 02.01.19



Wolfgang Bosbach: " Wissen Sie, Frau Hayali, was politisch korrekt ist? Die Wahrheit. Die Wahrheit ist politisch korrekt."
Es stellt sich aber auch die Frage, warum er damals zu dieser Berichterstattung geschwiegen hat. Leider redet er erst jetzt.

braves Bürgerlein
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Re: Journaille

Beitrag von braves Bürgerlein » 31.12.18

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Wegen Fake News: Relotius flog schon 2014 bei NZZ raus
https://www.mmnews.de/vermischtes/10761 ... i-nzz-raus

Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) trennte sich bereits 2014 von Claas Relotius. Der Grund: Plumpe Fälschungen, die von Lesern aufgedeckt wurden. Danach ging der Autor zum SPIEGEL, wo er mit offenen Armen empfangen wurde.

Die SPIEGEL-Chefs tun so, als wenn sie auf Claas Relotius reingefallen wären. Mal abgesehen davon, dass die Texte schon für Laien erkennbar verdächtig "perfekt" waren, kam der Autor bereits mit einschlägigem "Fake News Register" zum SPIEGEL. Zuvor flog er wegen plumper Fälschungen bei "Neue Zürcher Zeitung" raus. Kaum zu glauben, dass dies den SPIEGEL-Verantwortlichen verborgen geblieben ist.




ARD-Legende Ulrich Wickert fordert von dem Reporter die Rückgabe sämtlicher Preisgelder, die er mit seinen Fälschungen ergaunert hat: „Es gehört sich nach der Aberkennung eines Preises, auch alle dazugehörigen Statuen und Preisgelder zurückzugeben“, sagte Wickert zu BILD.
https://www.bild.de/politik/inland/poli ... .bild.html

Jennermann
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Re: Journaille

Beitrag von Jennermann » 30.12.18



Wenn „Haltung“ mehr zählt als Wahrhaftigkeit

Der „Spiegel“ stößt seinen als Betrüger entlarvten Reporter Claas Relotius empört ab. Doch die Hexenjagd ist verlogen. Denn vielen der relevantesten Medien scheint die richtige Haltung wichtiger zu sein als die Wahrheit, schreibt Rechtsanwalt Gerhard Strate:
https://www.cicero.de/kultur/fall-claas ... ssion=true


Jennermann
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Re: Journaille

Beitrag von Jennermann » 29.12.18

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Die tägliche Fake News oder: Kein Anschluss unter dieser Nummer
https://www.achgut.com/artikel/die_taeg ... ser_nummer

Diese ganz normalen Fake News sind so zahlreich, dass sie sich nicht alle aufführen und anmahnen lassen. Sie sind oft kaum erkennbar und mögen im Einzelfall nicht besonders bedeutsam erscheinen. Aber in der Summe können sie zur großen Lüge werden. Nicht selten werden sie es auch.
So wie die Geschichte „Handy-Checks bringen nichts“ - aber lesen Sie selbst ...


neki
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Re: Journaille

Beitrag von neki » 27.12.18

Die Journaillen von heute waren an Weihnachten in sprachliche Seenot geraten: Großbritannien - Binnen zwei Tagen 43 Bootsflüchtlinge aus dem Ärmelkanal gerettet
Doch sie kamen aus Frankreich! Wer Frankreich erreicht hat, ist – egal aus welch schlimmen Umständen er zuvor gekommen ist – bei seiner Weiterreise kein Flüchtling mehr, selbst wenn er an seinem nächsten Reiseziel einen Asylantrag stellt.
Wovor waren sie aus Frankreich geflüchtet?
Sie wollten nach Britannien, weil sie sich dort bessere Lebensumstände als in Frankreich erhoffen. So wie viele Migranten aus der Sicherheit anderer EU-Staaten nach Deutschland „fliehen“, um der besseren Geld- und Sozialleistungen teilhaftig zu werden. Das allein sind die „Fluchtursachen“ der Versorgungssuchenden, die es dringend abzustellen gilt, sollen hier nicht sämtliche Sozialsysteme krachend in einem Bürgerkrieg zusammenbrechen.
Und das sollten auch die Journallien bedenken, die jeden Asyltouristen innerhalb der EU propagandamäßig zu „Flüchtlinge“ erklären ...

https://www.achgut.com/artikel/sprachli ... edaktionen

braves Bürgerlein
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Re: Journaille

Beitrag von braves Bürgerlein » 27.12.18

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Claas Relotius oder: Der Spiegel lässt die Hosen runter
Am Tag nach der Enthüllung erschien „Spiegel online“ mit fünf erklärenden Artikeln zur Sache. Nur, sie gingen zum Teil am Thema vorbei. Denn was Relotius angerichtet hatte, waren ja keine falschen News, sondern erfundene Schnulzen ohne konkreten Nachrichtenwert. Chefredakteure lieben Schnulzen, die an der Nahtstelle zwischen Journalismus und Literatur spielen.
Der Schaden, den er angerichtet hat, ist nur schwer zu definieren. Mal abgesehen von den Wunden, die die Affäre der Reputation des Blattes zugefügt hat. Es könnte schon sein, dass das „Sturmgeschütz der Demokratie“, wie Rudolf Augstein den „Spiegel“ genannt hat, künftig eine Narrenkappe trägt.
Der freischaffende Journalist Juan Moreno, der Relotius bisweilen begleitete, war der Erste, der Zweifel an der Zuverlässigkeit von dessen Geschichten hatte. Er spürte den Fehlern nach und fand sie bestätigt. Sie waren zum Teil so offensichtlich, dass er sich fragte: Wie dämlich müssen die sein, die so was drucken? Jedoch die Hamburger Kollegen glaubten Juan nicht. Relotius war ein hilfsbereiter und bescheidener Kollege. So einer lügt doch nicht. Es hat sich dann gezeigt, dass auch nette Kerle nicht immun gegen die Versuchung der Märchenerzählerei sind.

Wer keine “Eier” hat die Wahrheit zu schreiben, braucht auch keine Hosen.
Der „Spiegel“ hat seinen Lesern erfundene Geschichten präsentiert, die so schön in sein Weltbild passten.
Pressefreiheit bedeutet nicht Freiheit zur Lüge, Journalismus nicht Auftrag zur Volkserziehung.

braves Bürgerlein
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Re: Journaille

Beitrag von braves Bürgerlein » 26.12.18

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„Karl-May-Preis für kreativ-innovativen Journalismus“
https://www.achgut.com/artikel/eilmeldu ... s_relotius
„Karl-May-Preis für kreativ-innovativen Journalismus“ - Der erste Preisträger steht bereits fest, es ist Claas Relotius, dem vorgeworfen wird, er habe sich viele, die meisten oder auch alle seiner preisgekrönten Reportagen einfach ausgedacht. Das, finden wir, ist allerdings auch eine Leistung, zu der man erst einmal in der Lage sein muss. Wie Karl May, der seine großartigen Reiseberichte geschrieben hat, ohne Radebeul zu verlassen, gemäß der Parole: Think global, stay local.


neki
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Re: Journaille

Beitrag von neki » 25.12.18

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Die Spiegel-Affäre: Ist der Reporter Claas Relotius nur Bauernopfer?
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/ ... uernopfer/

Was für ein „Vorweihnachtsgeschenk“ vom Spiegel, der mit den Geständnissen des Reportes Claas Relotius so überaus unterhaltsam das Jahr ausklingen lassen wird. Bis zu 55 Artikel soll der 34-Jährige für den Spiegel geschrieben/manipuliert haben.

Auch die „Alpen-Prawda“ ist betroffen.

„Anmerkung der SZ-Magazin-Redaktion: Claas Relotius hat zugegeben, in seinen „Spiegel“-Artikeln im großen Umfang Fälschungen veröffentlicht zu haben. Wir prüfen gerade, ob das auch für dieses Interview zutrifft.“

Wenn man allerdings heute unter dem Eindruck des Geständnisses ältere Interviews von Relotius liest, dann muss man sich schon fragen, wie so etwas durch die interne Dokumentation kommen konnte, wie das überhaupt von irgendjemandem geglaubt werden konnte.

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Der langjährige Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Claudius Seidl, hatte schon 2010 ein beachtliches Essay rund um dieses Münchhausen-Syndrom geschrieben, dass lohnt, heute noch einmal nachgelesen zu werden, wenn er schon damals seinen Text mit den beiden Sätzen eröffnete:
„Die Reportage wird gerne für eine Form der Literatur gehalten. Oft ist sie aber nicht einmal seriöser Journalismus.“

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