Jahrestag des Terroranschlags am Breitscheidplatz

AfD Kreisverband Wolfenbüttel

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Jennermann
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Re: Jahrestag des Terroranschlags am Breitscheidplatz

Beitrag von Jennermann » 21.12.17

Hierarchisierung der Opfer

Die Kanzlerin, schreiben die Opfervertreter, sei ihrem Amt nicht gerecht geworden, schließlich galt der Anschlag „nicht den unmittelbar betroffenen Opfern direkt, sondern der Bundesrepublik Deutschland. Es ist eine Frage des Respekts, des Anstands und eigentlich eine Selbstverständlichkeit, daß Sie als Regierungschefin im Namen der Bundesregierung unseren Familien gegenüber den Verlust eines Familienangehörigen durch einen terroristischen Akt anerkennen.“ Mit anderen Worten: Merkels Verhalten ist katastrophal. Zugleich steht es für ein systemisches, ein Staatsversagen.

Am 19. Dezember, dem ersten Jahrestag des Anschlags, soll am Tat- ein Gedenkort eingeweiht werden. Positiv ist zu vermerken, daß die Toten, die in der Öffentlichkeit bislang nur numerisch präsent waren, hier einen Namen erhalten. Die Inschrift ist jedoch ein Ärgernis: „Zur Erinnerung an die Opfer des Terroranschlags am 19. Dezember 2016. Für ein friedliches Miteinander aller Menschen.“

Der erste Satz unterdrückt das islamistische Motiv des Anschlags, der zweite besteht aus bigottem Dummdeutsch. Ein „friedliches Miteinander“ mit religiösen Fanatikern, die Nichtmuslime als objektive Feinde betrachten, in deren Zuhause umbringen, wenigstens aber unterwerfen und mundtot machen wollen, ist schlechterdings unmöglich.

Das Beschweigen des Terrorgrunds wirkt wie eine Tabuisierung, durch die der Islamismus als Machtfaktor und Mitspieler der deutschen Politik anerkannt wird. Der Bevölkerung wird signalisiert, sich der Einwanderung und ihren Folgen auf keinen Fall entgegenzustellen, weil das zu weiteren Anschlägen führen könnte. Eine deutsche Staatsräson kommt in dieser Kalkulation nicht vor. Damit entfallen auch der Maßstab, an der die persönliche Verantwortung der politischen Akteure gemessen wird, und die Notwendigkeit ihres Rücktritts.

Und das Staatsvolk? Sofern es die Bedrohung überhaupt reflektiert, verfällt es in den Modus sentimentaler Klageweiber, entzündet Kerzen und barmt auf Plakaten: „Warum?“ Selbstbewußte, mündige Bürger wüßten die Antwort: Auf den Staat ist kein Verlaß mehr! Die Lebenden läßt er schutzlos, und die Toten im Stich.


braves Bürgerlein
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Jahrestag des Terroranschlags am Breitscheidplatz

Beitrag von braves Bürgerlein » 19.12.17

Der Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz jährt sich zum ersten Mal. Wir sollten heute alle innehalten und der Opfer des islamistischen Terrors gedenken.

Nach öffentlichem Druck traf sich die Kanzlerin mit Angehörige der Opfer vom Breitscheidplatz am gestrigen Tage. Nach 364 Tagen des Schweigens, des Aussitzens.

Nun plötzlich mimt Merkel Empathie-Kompetenz: Mit den zwölf am 19. Dezember 2016 auf dem Breitscheidplatz Ermordeten sind wohl die Falschen zu Tode gekommen. Sie passten, weil der Mörder, getarnt als „Asylbewerber“, ein islamistischer Terrorist war, nicht ins Konzept der „Willkommenskultur“. Opfer zweiter Klasse eben! Wären es Opfer der ersten Klasse gewesen, hätte es längst Staatsakte und Lichterketten durch das Brandenburger Tor gegeben. In diesem Fall des zwölffachen Mordes aber ist Deutschland wieder mal unfähig zu trauern. Regierungsamtlich verordnet!

Da kommen mitten in Berlin, gerade eben drei Kilometer vom Kanzleramt entfernt, zwölf Menschen bei einem islamistisch motivierten Terrorakt ums Leben. Da bitten Hinterbliebene und schwer verletzt Überlebende im Frühjahr 2017 vergeblich um einen Gesprächstermin bei der Kanzlerin. Da schreiben diese oft bis an ihr Lebensende körperlich und seelisch Traumatisierten Mitte November 2017 einen offenen Brief an die Kanzlerin. Und dann erst, 364 Tage nach dem Attentat bequemt sich die Regierungschefin zu einem Treffen mit diesen Bürgern. Gigantisch!


Die Regierung ließ heute verlauten, man sei auf die Folgen des Terrors nicht vorbereitet gewesen

Die Mutter des ermordeten polnischen Lkw-Fahrer Lukasz Urban befand: "Merkel hat das Blut meines Sohnes an ihren Händen"

Henryk M. Broder: Heute wird die Gedenkstätte am Breitscheidplatz „eingeweiht“. Es wurde lange darüber beraten, was auf der dazugehörigen Tafel stehen soll. Am Ende hat man sich auf zwei Sätze geeinigt. „Zur Erinnerung an die Opfer des Terroranschlags am 19. Dezember 2016. Für ein friedliches Miteinander aller Menschen.“

Deswegen ist es richtig, dass nur von einem „Terroranschlag“ die Rede ist und auf jede Spezifizierung wie „islamisch“ oder „islamistisch“ verzichtet wird. Möglich aber auch, dass für das eine Wort kein Platz mehr auf der Tafel war. Und geradezu genial finde ich die Ergänzung: „Für ein friedliches Miteinander aller Menschen!“

Es wurde viel darüber diskutiert, wer zu der Einweihung der Gedenkstätte eingeladen werden soll. Wenn man mich fragen würde: Neben den Angehörigen der Getöteten sollten auch die Mitarbeiter jener Behörden eingeladen werden, die dem Attentäter 14 Identitätsbescheinigungen ausgestellt haben. Sie haben wesentlich dazu beigetragen, dass eine so schöne und würdevolle Gedenkstätte in Berlin errichtet werden konnte. Und so wie die Dinge sich entwickeln, werden wir noch mehr Gedenkstätten bekommen.

Katina Schubert, Vorsitzende der Linkspartei in Berlin, hat sich dagegen ausgesprochen, potenzielle Gefährder abzuschieben. Terrorismus, sagt sie, könne mit Abschiebungspolitik nicht bekämpft werden. Wichtiger sei eine „intensive Präventionsarbeit“. Der Terror sei „längst global“. Was wäre denn gewonnen, fragt Frau Schubert, wenn die Terroristen ihre Verbrechen „andernorts“ begingen?

Ich finde, es wäre viel gewonnen, wenn sie sich in Kabul und Haiderabad in die Luft sprengen würden, statt in Koblenz oder Halle.

Deutschland am ersten Jahrestag des Terroranschlags am Breitscheidplatz

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