Wehrmacht und Bundeswehr

AfD Kreisverband Wolfenbüttel

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kdheid
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Re: Wehrmacht und Bundeswehr

Beitrag von kdheid » 01.06.17

Lieber Friedrich-Wilhelm,

Kompliment für Deinen Beitrag, dem man anliest, dass Du einen besonderen Bezug zur Bundeswehr hast. Das, was gerade seitens der Politik und im besonderen durch die so genannte "Verteidigungsministerin" geschieht, muss Dich und wohl jeden treffen, der aus Überzeugung und mit Herzblut im aktiven Dienst für dieses Land eingetreten ist und bereit war und ist, es vor Angriffen mit dem Leben zu verteidigen.

Dass nun diese Moral aus Gründen der "kümmerlichen Angepasstheit und ideologischen Kriecherei" auf dem Scheiterhaufen einer weichgespülten Ministerin und deren rosafarbenen Geschichtsverfälscher verbrannt wird, zeigt, in welchem Zustand sich Deutschland befindet und ist Ansporn für uns alle, dies zu ändern.

Nochmals Danke und Respekt für Deinen Beitrag!

Dein Parteifreund

Klaus-Dieter

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Bundeswehr-Razzien 400 Funde vom Karabiner bis zur Fettpresse

Beitrag von Moderator » 01.06.17

FAZ
Bundeswehr-Razzien
400 Funde vom Karabiner bis zur Fettpresse

Bei der Jagd auf Wehrmachts-Devotionalien stellt die Bundeswehr zahlreiche Gegenstände sicher.
Die Sammlung ist ziemlich bunt. Das Vorgehen stößt nicht nur unter Soldaten auf teils massive Kritik.

http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 42323.html

Jetzt kann man wirklich nur hoffen, dass nicht ein Hosenknopf von einer Wehrmachtsuniform übersehen wurde, der unter einen Spind gerutscht ist. \Ironie off

Friedrich Schaeper
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Wehrmacht und Bundeswehr

Beitrag von Friedrich Schaeper » 31.05.17

Wehrmacht und Bundeswehr
Eine Anekdote voraus: Als wir „ungedienten Freiwilligen - nach Grundausbildung von ehemaligen Wehrmachtsoffizieren u.a. - unsere Rekrutenbesichtigung überstanden hatten und mit Soldaten der britischen Garnison in Munster (Lager) als sogenannte Feinddarstellung im Feldbiwak mit Lagerfeuer ein Bier trinken durften, forderte ein in meiner Erinnerung uralter Sergeant uns Jungspunde auf ihm Lilli Marleen zu singen. (Er hatte dieses Lied bereits im Einsatz gegen das das deutsche Afrikacorps gelernt) Lilli Marleen klappte noch ganz gut. Aber als wir auf seinen Wunsch das U-Bootfahrerlied schmettern sollten und zuletzt „siegreich nach Frankreich hineinfahren“ sollten, waren wir überfordert. Unserem damaligen Kompaniechef waren dankbar, als dieser mit Hinweis auf seine Kriegseinsätze die Liederwünsche des britischen Haudegens auf die Liedertafel zur heimatlichen Heide lenken konnte. Nicht ohne seine Schlußbemerkung, das Afrikacorps seien doch die besten Soldaten gewesen – nach den britischen, versteht sich !
Nun erfahren wir „Die Bundeswehr hat ein Haltungsproblem, und sie hat offenkundig eine Führungsschwäche auf verschiedenen Ebenen“, ihre höchste ist ja wohl das BMVg?
Als ich diese Äußerung der Verteidigungsministerin las und gespannt auf die Antworten der militärischen Führung, in Sonderheit des Generalinspekteurs wartete, wurde vom BMVg nachgelegt:... „Im Traditionserlass von 1982 wird ... festgehalten, dass ein Unrechtsregime wie das „Dritte Reich“ keine Tradition der Bundeswehr begründen kann. Dem entsprechend ist auch die Wehrmacht nicht traditionswürdig. ...“ (Bundeswehr aktuell Nr. 18 Montag, 15. Mai 2017, S. 2)
Der von mir erwartete flammende Protest der Soldaten der ehemaligen Deutschen Wehrmacht und der von diesen ausgebildeten sogenannten „ungedienten Freiwilligen“ der Jahre 1956 und folgende blieb meines Wissens aus.
Nun, von unserer Verteidigungsministerin, deren Eignung und Kompetenz durch ihr gegenwärtiges Handeln nur noch mehr in Zweifel geraten ist, war eine ehrenvolle Erklärung nicht zu erwarten. Gehört doch zum Medizinstudium nicht unbedingt die Beschäftigung mit Geschichte. Und im Zweifel hat sie nicht einmal Die unsichtbare Flagge von Peter Bamm gelesen, diesen anrührenden, die Kriegschirurgie auf einem Hauptverbandplatz an der Ostfront beschreibenden Bericht eines Sanitätsoffiziers, der dabei war.
Vermutlich haben Frau von der Leyen und ihr Generalinspekteur auch nicht die Erklärung von Bundeskanzler Adenauer am
3. Dezember 1952 vor dem Bundestag verinnerlicht. Sie lautet: „Wir möchten heute vor diesem Hohen Hause im Namen der Regierung erklären, daß wir alle Waffenträger unseres Volkes, die im Rahmen der hohen soldatischen Überlieferungen ehrenhaft zu Lande, zu Wasser und in der Luftgekämpft haben, anerkennen. Wir sind überzeugt, daß der gute Ruf und die große Leistung des deutschen Soldaten trotz aller Schmähungen während der vergangenen Jahre in unserem Volk noch lebendig geblieben sind und auch bleiben werden.“
Aber nehmen wir diese Ministerin nicht zu ernst! Sie ist – wie alle ihre Vorgänger von handverlesenen, auf Anpassung getrimmten Offizieren umgeben, deren ganzes Trachten dem Zweck dient diesen zu „dienen“ - und Karriere zu machen.
Der heutige Generalinspekteur, im siebenten Jahr und der dritten Figur auf dem Ministerposten verpflichtet, ist wohl das treffendste Beispiel seit General Trettner, Generalinspekteur unter Minister von Hassel.
Die Junge Freiheit schrieb dazu unter „Volker Wieker. Der oberste Soldat der Bundeswehr dient besonders geschmeidig“ und im Text: „Generalinspekteure scheuen selten ein klares Wort – allerdings erst nach ihrem Ausscheiden ... Beispiel für diese Form des nachgeholten Widerstandes ist ...“. General de Maizière löste damals General Trettner ab.
Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst wurde er Leiter einer, von BMVg Apel eingesetzte Kommission, die die Möglichkeiten einer Stärkung der „Führungsfähigkeit u. Entscheidungsverantwortung in den Streitkräften“ untersuchen sollte.
Im Oktober 1979 lag der beeindruckende Bericht vor, am 26.6.1990 hatte ich Gelegenheit mir mein Exemplar von General a.D.
de Maizière signieren zu lassen. – Auf meine Frage nach der Umsetzung antwortete der Verfasser diplomatisch, das habe er nicht weiter verfolgt. - Ich habe es in der Truppe beobachten können. Nichts umgesetzt !
Auf Seite 28 heißt es beispielsweise zur Auftragstaktik: „ ... Die Bekenntnisse der militärischen Führung zur Auftragstaktik sind ebenso eindeutig wie die Aussagen in Führungsvorschriften. In der Praxis des täglichen Dienstes in den Streitkräften ist jedoch ein schleichender Verfall dieses Führungsgrundsatzes zu beobachten. ... Dem Untergebenen wird immer weniger zugetraut, in seine Kompetenzen wird immer mehr eingegriffen. ...“
In den letzten Tagen war häufig von „Parlamentsarmee“ die Rede. Heißt das, das Parlament führe oder nur, es bediene sich der Streitkräfte?
Erinnern wir uns an die Aussetzung der m.E. unverzichtbaren Wehrpflicht. Sie verschwand mit Minister von Guttenberg ohne Debatte, die eine solche Bezeichnung verdient. Und als BMVG Struck dem Land erklärte, die „Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland werde am Hindukusch verteidigt“, beschloß das Parlament nur den Einsatz der Truppe. - Von Bedenken der militärischen Führung, von Prüfung der Fähigkeiten habe ich nichts gelesen. Nur vom entwürdigenden Rausschmiß des Generals Günzel im Zuge der sogenannten „Hohmann-Affäre“. (siehe Junge Freiheit Nr. 23/04 vom 28. Mai 2004)
Ein menschliche Tiefpunkt einer Führungsebene.
Mit seinem Beitrag in der Jungen Freiheit vom 1. Oktober 2010 bringt der langjährige Redakteur der FAZ, Karl Feldmeyer, die Lage auf den Punkt: „Ein Marsch ins Ungewisse - Lage der Bundeswehr: Die Aussetzung der Wehrpflicht ist der Höhepunkt einer langen Kette von Fehlentscheidungen“ für die vom Parlament im Stich gelassene „Parlamentsarmee.
Vielleicht geschieht ja doch noch ein Wunder, vielleicht kehrt der Engel Aloisius doch noch aus dem Münchner Hofbräuhaus in die himmlischen Gefilde zurück, um noch rechtzeitig die göttlichen Ratschlüsse dem BMVG zu überbringen, in der Posttasche u.a. den Artikel Der Zeit vom 23. Mai d.J. mit Überschrift „Bundeswehr – Ohne die Wehrmacht geht es nun mal nicht“ von Jens Jessen. Vielleicht hängt als Zeichen der Einsicht die Helmut-Schmidt-Universität sogar ein Bild des Konfirmanden Helmut Schmidt im Zweireiher auf, das auch Bischof Bedford-Strom nicht als Brüskierung gläubiger Muslime/Innen beanstanden müsste.

Friedrich-Wilhelm Schaeper

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