Glaubt etwa jemand die €-Krise sei vorbei?

AfD Kreisverband Wolfenbüttel

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neki
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Re: Glaubt etwa jemand die €-Krise sei vorbei?

Beitrag von neki » 02.02.20


Es war ein auf ironische Weise passender Tag, an dem Mario Draghi sein Bundesverdienstkreuz vom »sozialdemokratischen Schlossherrn« (Zitat SPD Berlin) verliehen bekam. Der 31. Januar 2020 ist »Brexit Day«, der letzte Tag, an dem Großbritannien offiziell Teil des Brüsseler Glücksvereins ist.

Mario Draghi erhielt das »Großkreuz« für seine angeblichen Verdienste um den Euro als Chef der Europäischen Zentralbank von 2011 bis 2019 (siehe etwa n-tv.de, 31.1.2020). Unter Draghi wurde bekanntlich der Leitzins auf 0,0% gesenkt, was dazu führte, dass die so wichtige deutsche Tugend des Sparens zur Dummheit wurde. Ich bin noch damit aufgewachsen, Geld aufs Sparbuch einzuzahlen, denn mehr Zinsen als die Inflation gab es allemal. Heute sind Sparbücher eine Form der schleichenden Geldvernichtung.

Wenn man die Leute aufzählen müsste, die Deutschland in den letzten Jahren am meisten geschadet haben, wäre Draghi wohl in der »Top 10« mit dabei. Und diesem Herrn wird das Bundesverdienstkreuz verliehen?

Der Bundespräsident leistet, ähnlich wie etwa die Kanzlerin, einen Amtseid, der beinhaltet, Schaden vom deutschen Volk mit seiner »ganzen Kraft« abwenden zu wollen (GG Art. 56). Es erschließt sich mir nicht unmittelbar, wie es mit dem Geist eines solchen Eides in Einklang zu bringen ist, einem Draghi auch nur die Hand zu schütteln. Aber gut, wir reden von demselben Herren, der dem iranischen Mullah-Regime zum Nationalfeiertag gratulierte (welt.de, 25.2.2019: »auch im Namen meiner Landsleute«), dafür aber, damals noch als Außenminister, den damaligen Kandidaten Donald Trump als »Hassprediger« beschimpfte (welt.de, 4.8.2016). Der Amtseid zumindest des Bundeskanzlers ist, da sind sich genug Juristen und Politiker tendenziell einig (spiegel.de, 30.10.2000), eher »ein politisches Versprechen und kein Eid in einem gerichtlichen Verfahren«, was gewiss höflicher klingt als etwa »Verhöhnung der Bürger«.

https://dushanwegner.com/chefetage/

neki
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Re: Glaubt etwa jemand die €-Krise sei vorbei?

Beitrag von neki » 01.02.20



SEINE ZINSPOLITIK KOSTET DEUTSCHE SPARER DIESES JAHR 24,51 MILLIARDEN EURO
Graf Draghila bekommt Bundesverdienstkreuz

www.bild.de/geld/wirtschaft/wirtschaft/ ... .bild.html

braves Bürgerlein
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Re: Glaubt etwa jemand die €-Krise sei vorbei?

Beitrag von braves Bürgerlein » 04.11.19

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Mit Draghis Nachfolgerin erreicht der Irrsinn eine neue Stufe
www.focus.de/finanzen/boerse/experten/l ... 65488.html
Wer gedacht hat, dass wir unter der Ägide des Italieners Mario Draghi den absoluten Tiefpunkt erreicht haben, der wird in Zukunft bitter enttäuscht werden. Immerhin hat Draghi es bereits geschafft den Leitzins in seiner gesamten Amtszeit nicht einmal zu erhöhen, sondern bis auf ein historisches Tief von null Prozent zu senken, den Anleihenmarkt komplett zu zerstören, die Bilanz der EZB auf über 4,6 Billionen weit mehr als zu verdoppeln, unzählige Anleihen von faktisch bankrotten Ländern wie beispielsweise Griechenland oder Italien (über 350 Milliarden Euro) ... zu erwerben.

Mit Christine Lagarde als neuer Chefin steht erstmalig kein Ökonom an der Spitze der EZB, sondern eine Juristin und Politikerin. Sie hat als IWF-Chefin zahlreiche Erfahrungen bezüglich der Erstellung und Implementierung von Krisen- und Rettungspaketen sammeln können. Jetzt soll sie diese Erfahrung offenkundig beim großen Finale ins Spiel bringen. Unter ihrer Riege beim IWF sind so drastische Gedankenspiele gemacht worden wie „die Abschaffung des Bargelds“, „Gold als Brandbeschleuniger in Krisen“ und „Wie man Negativzinsen implementieren kann“. Auch eine „10-Prozent-Steuer auf alles“ wurde bereits vom IWF angedacht.

Eines sollte uns allen klar sein. Lagarde wird alles unternehmen, um das zum Scheitern verurteilte Währungsexperiment Euro, welches Europa trennt, anstatt es zu einen, um jeden Preis und auf Kosten von uns allen so lange wie möglich am Leben zu erhalten. Alles spricht heute für Investments in Sachwerte anstatt in Papierwerte. Die Lunte brennt, der größte Crash aller Zeiten wird mit Sicherheit kommen.



neki
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Re: Millionen Betriebsrenten in Gefahr

Beitrag von neki » 19.09.19

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Finanzprofis Weik und Friedrich:
Es ist jetzt an der Zeit, den Euro abzuwickeln

https://amp.focus.de/finanzen/boerse/ex ... 47719.html
Es gibt dieses schöne Zitat: "Wahnsinn ist, wenn man immer wieder das Gleiche tut, aber andere Resultate erwartet.“ Exakt dies scheint seit der Finanzkrise 2008 das Motto der Europäischen Zentralbank (EZB) zu sein. Anders kann man sich die immer gleiche und doch nicht wirkende Medikation der Notenbank nicht erklären. Denn die letzte Krise entstand auf Grund zu niedriger Zinsen und zu viel billigen Geldes. Nichtsdestotrotz lautet die Devise der EZB: noch niedrigere Zinsen und noch mehr billiges Geld. Diese irrsinnige Politik wird gnadenlos scheitern. Man kann Probleme mit der Druckpresse in die Zukunft verschieben, jedoch keinesfalls lösen.
Im Gegensatz zu den US-Kollegen der Fed hat die EZB die Zinsen nach der Krise nicht wieder erhöht. Ganz im Gegenteil. Draghi wird in die Geschichtsbücher eingehen als der erste EZB-Chef, der die Zinsen nie erhöht, sondern immer nur gesenkt hat. Somit haben wir seit 2016 den Nullzins, und die Banken zahlen sogar Strafzinsen für ihre Einlagen bei der EZB.

Die Auswirkungen sind seit Jahren zu spüren. Viele Banken haben Kontoführungsgebühren eingeführt, Filialen werden geschlossen, Bankautomaten abgebaut, der Service eingedampft und Fusionen finden statt. Zuletzt sogar zwischen einer Sparkasse und einer Volksbank! Und jetzt hat Draghi uns ein bitteres Abschiedsgeschenk bzw. seiner Nachfolgerin Christine Lagarde ein Willkommensgeschenk gemacht. Er hat den Einlagenzins abermals gesenkt auf minus 0,5 Prozent, und ab November beginnt das neue Aufkaufprogramm im Volumen von 20 Milliarden Euro pro Monat. Das letzte Aufkaufprogramm hatte ein Volumen von 2,59 Billionen Euro und wurde erst Ende 2018 beendet. Keine neun Monate später sieht man sich schon wieder gezwungen, ein neues Programm zu starten. Wie viele Beweise benötigen unsere Politiker noch für die Einsicht, dass der Euro sterbenskrank ist?

Ab dem 1. November wird die EZB dann, unter ihrer neuen Herrscherin Christine Lagarde, mit per Computer selbst erschaffenem Geld noch mehr Anleihen von faktisch bankrotten Staaten wie beispielsweise Italien oder Griechenland sowie Anleihen von sogenannten Zombie-Unternehmen, welche längst pleite sein müssten, kaufen. Kurzum, die EZB wird alles unternehmen, um die Insolvenzverschleppung weiter voranzutreiben und das zum Scheitern verurteilte Währungsexperiment Euro am Leben zu erhalten.

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Re: Glaubt etwa jemand die €-Krise sei vorbei?

Beitrag von braves Bürgerlein » 10.07.19



Mit der IWF Chefin Christine Lagarde ist zum ersten Mal kein Ökonom Chef der EZB, sondern einen Juristin. Soll sie die Insolvenz des Euros abwickeln? Mit Frau Lagarde ist leider vom schlimmsten auszugehen. Unter ihrer Riege wurde nicht nur das knallharte Sparpaket in Griechenland durchgepresst, sondern auch IWF Entwürfe zum Bargeldverbot und Durchsetzung des Negativzins geschrieben. Setzt Sie es jetzt 1:1 um?
Bereiten Sie sich vor auf: DER GRÖSSTE CRASH ALLER ZEITEN!

www.friedrich-weik.de

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Alice Weidel: Mario Draghis Geldpolitik treibt Sparer und Banken in den Abgrund

Beitrag von Moderator » 02.07.19

Berlin, 2. Juli 2019. Bundesvorstandsmitglied Dr. Alice Weidel, Vorsitzende der AfD-Bundestagsfaktion, sieht die Ankündigung der Deutschen Bank, bis zu 20.000 Stellen abbauen zu wollen als Indikator für die zunehmende Gefahr eines Bankencrashs:

„Die Probleme der Deutschen Bank sind keineswegs nur hausgemacht. Die Spatzen pfeifen es längst von den Dächern, dass die expansive Geldpolitik von EZB-Präsident Mario Draghi die Banken in Deutschland am härtesten trifft. Allein die Deutsche Bank will jetzt bis zu 20.000 Stellen abbauen, das ist rund ein Fünftel der Belegschaft. Auch das dürfte noch nicht das Ende der Fahnenstange sein. Der deutschen Volkswirtschaft gehen damit weitere hochwertige Arbeitsplätze verloren, und dem Fiskus werden die entsprechenden Steuereinnahmen fehlen.“

Mit der Ankündigung von EZB-Präsident Mario Draghi, die Politik des lockeren Geldes und der Negativzinsen auszuweiten, rücke die Gefahr eines großen europäischen Bankencrashs deutlich näher: „Null- und Negativzinsen bestrafen Sparer und Kleinanleger und zerstören das Kerngeschäft der Banken. Banken, die stark im Privatkundengeschäft sind und viel mit Kundeneinlagen wirtschaften, werden dadurch massiv geschädigt. Gleichzeitig deformiert und unterminiert das Anleihenkaufprogramm der EZB auch die Anleihenmärkte“, sagt Weidel.

“Die Milliardenüberweisungen an die EZB für Strafzinsen, die vor allem von deutschen Banken entrichtet werden, sind international ein gravierender Wettbewerbsnachteil. Sie fressen einen beträchtlichen Teil der ohnehin stark geschmälerten Erträge auf. Draghis Geldpolitik schadet den solideren Geldhäusern, um Zombie-Banken und überschuldeten Euro-Staaten den Offenbarungseid zu ersparen. Das kann auf Dauer nicht gutgehen.“

“Aufgabe der deutschen Politik wäre es in dieser Situation, auf ein Ende der verantwortungslosen Null- und Negativzinspolitik und der regelwidrigen indirekten Monetarisierung von Staatsschulden über die EZB zu drängen. Von einer Bundesregierung, die eben erst wieder bereit war, einen Sozialisten als EU-Kommissionspräsidenten zu akzeptieren und den Franzosen die Benennung eines Draghi-Nachfolgers zu überlassen, um den farblosen Funktionär Manfred Weber mit dem bedeutungslosen Repräsentativposten des EU-Parlamentspräsidenten zufriedenzustellen, haben allerdings weder die deutschen Sparer noch die deutsche Wirtschaft viel zu erwarten“, so Weidel.

Jennermann
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Re: Glaubt etwa jemand die €-Krise sei vorbei?

Beitrag von Jennermann » 07.03.19


Tatsächlich wurden die deutschen Exportüberschüsse nicht immer sinnvoll angelegt, sondern für windige Vermögenstitel im Ausland verwandt. Ein Teil dieser Titel bestand aus wertlosen Schuldscheinen meist amerikanischer Provenienz, deren Platzen dazu beitrug, dass Deutschland in seiner Bilanz des Nettoauslandsvermögens Hunderte von Milliarden Euro abschreiben musste.

Ein anderer Teil bestand aus Target-Buchforderungen der Bundesbank, die schon bis Ende 2017 bis auf über 900 Milliarden Euro angestiegen waren. Das war bald die Hälfte des gesamten nach den Abschreibungen noch vorhandenen deutschen Auslandsvermögens, das Deutschland durch Exportüberschüsse erwirtschaftet hatte.

Target-Forderungen sind offene Kreditforderungen, die die Bundesbank nie fällig stellen kann und nur zum Hauptrefinanzierungssatz verzinst werden. Sie stehen womöglich schon bald im Feuer, falls Italiens Lega ihre Austrittsdrohung wahr macht. Aber selbst wenn nichts Dramatisches passiert, sind sie ziemlich wertlos, weil ihr Zins derzeit null ist und wohl lange Zeit null bleiben wird.

https://www.handelsblatt.com/meinung/ga ... 42670.html

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